
Politbarometer-Beben: AfD enteilt, Merz-Union stĂŒrzt auf 21 Prozent!

Neuer Tiefschlag fĂŒr Kanzler Friedrich Merz: Im aktuellen ZDF-Politbarometer steigt die AfD auf 28 Prozent, CDU und CSU fallen auf nur noch 21 Prozent. Das hat die Forschungsgruppe Wahlen in ihrer Erhebung vom 22. bis 24. September ermittelt. Sieben Punkte trennen die beiden Parteien jetzt. Die Kanzlerpartei hat keine Chance mehr, den Abstand einfach auszusitzen.
Die Zahlen im Ăberblick
WÀre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, sÀhe das Ergebnis laut der Umfrage so aus:
- AfD: 28 Prozent (plus 1)
- CDU/CSU: 21 Prozent (minus 1)
- GrĂŒne: 14 Prozent (unverĂ€ndert)
- SPD: 13 Prozent (plus 1)
- Linke: 12 Prozent (unverÀndert)
- FDP: 3 Prozent (minus 1)
- Sonstige: 9 Prozent (unverÀndert)
Befragt wurden nach Angaben des Instituts 1.346 zufÀllig ausgewÀhlte Wahlberechtigte, telefonisch und online. Ein Plus oder Minus von einem Punkt liegt dabei im Bereich der statistischen UnschÀrfe. Einen Trend zeigen die Zahlen aber trotzdem.
Vom Wahlsieger zum Verfolger
Der Vergleich mit der Bundestagswahl vom Februar 2025 zeigt, wie tief die Union gefallen ist. Damals holten CDU und CSU 28,5 Prozent, die AfD kam auf 20,8 Prozent. Seitdem hat die Union rund siebeneinhalb Punkte verloren, die AfD etwa ebenso viel dazugewonnen.
Noch Ende Juli lag die Union im Politbarometer bei 23 Prozent. Die AfD kam damals ebenfalls auf 28 Prozent, was einen Rekord fĂŒr die Umfragereihe bedeutete. FĂŒnf Punkte RĂŒckstand galten damals schon als Alarmsignal. Jetzt sind es sieben.
Medienberichten zufolge wachsen in der CDU nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die Rufe nach einem Kurswechsel. Die Kabinettsumbildung im Sommer hat die Stimmung offenbar nicht gedreht. Dazu kommen umstrittene ReformplĂ€ne der Koalition. In einer frĂŒheren Politbarometer-Umfrage lehnten drei Viertel der Befragten die geplante Abschaffung der Rente mit 63 ab.
Schwarz-Rot ohne eigene Mehrheit
Rechnerisch ist die Lage fĂŒr die Regierung schlecht. Union und SPD kĂ€men zusammen auf gerade einmal 34 Prozent. Weil FDP und Sonstige an der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde scheitern wĂŒrden, reicht zwar weniger als die HĂ€lfte der Stimmen fĂŒr eine Mehrheit der Sitze. FĂŒr Schwarz-Rot wĂŒrde es trotzdem nicht annĂ€hernd reichen.
Eine Mehrheit hĂ€tte nur ein DreierbĂŒndnis mit den GrĂŒnen. Oder die Union arbeitet mit der AfD zusammen, was die ParteifĂŒhrung ausschlieĂt. Die Brandmauer steht also. Die Frage ist nur, wie lange die eigene Basis und die WĂ€hler das noch mittragen.
Ein Blick hinter die Hochrechnung
Die sogenannte politische Stimmung zeigt, was die Befragten tatsĂ€chlich angegeben haben, bevor das Institut die Zahlen nach langfristigen Faktoren gewichtet. Nach diesen Rohwerten liegt die AfD bei 23 Prozent. Union und GrĂŒne kommen auf jeweils 20 Prozent, die SPD auf 15 und die Linke auf 12 Prozent. Dass die GrĂŒnen in der Rohstimmung mit der Kanzlerpartei gleichauf liegen, sagt einiges ĂŒber den Zustand der Union.
Momentaufnahme mit Sprengkraft
Eine Umfrage ist keine Wahl. Das Politbarometer misst die Stimmung im Moment und sagt kein Ergebnis voraus. Trotzdem lĂ€sst sich die Botschaft kaum ĂŒberhören. Merz ist mit dem Versprechen eines Politikwechsels angetreten. Aus Sicht vieler BĂŒrger sieht das Ergebnis bisher eher nach neuen Schulden, Stillstand und alten Rezepten aus.
Die FDP ist mit 3 Prozent fast völlig verschwunden. Damit hat die bĂŒrgerliche Mitte kaum noch eine marktwirtschaftliche Stimme. Die SPD kann sich ĂŒber einen kleinen Zugewinn freuen, ist aber weit vom frĂŒheren Status einer Volkspartei entfernt.
Das nÀchste Politbarometer erscheint am 8. Oktober. Dann zeigt sich, ob die Union ihren Absturz stoppen kann oder ob der Abstand weiter wÀchst.

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