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Krisenschutzpakete – Münzen für die nächste Krise

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Ein Kilo Brot, zweimal gerechnet.

Im Jahr 1923 verlor das Papiergeld in Deutschland seinen Wert. Das Statistische Reichsamt hat die Berliner Preise Woche für Woche festgehalten, in Mark und umgerechnet in Gold.

Grüne Banknote: oben Reichsbanknote, groß Zwei Billionen Mark, darunter der Text mit Berlin, den 5. November 1923, zwei runde Siegel und die Unterschriften des Reichsbankdirektoriums
Reichsbanknote über zwei Billionen Mark, Berlin, 5. November 1923. Gemeinfrei, über Wikimedia Commons.
Ein Kilo Roggenbrot in Berlin
Stichtagin Markin GoldpfennigGoldpfennig
vor dem Krieg0,28Mark28Goldpfennig
3. Januar 1923163,16Mark9,1Goldpfennig
1. Oktober 19239.474.000Mark16,4Goldpfennig
19. November 1923233 MilliardenMark39Goldpfennig

In Gold gerechnet blieb der Brotpreis das ganze Jahr ein Pfennigbetrag, zwischen 2 und 78 Pfennig.

Auf Papier: 233 Milliarden Mark. In Gold gerechnet: 39 Pfennig, vor dem Krieg waren es 28.

In Mark stieg der Brotpreis vom 3. Januar bis zum 19. November um mehr als das Milliardenfache.

Statistisches Reichsamt, Zahlen zur Geldentwertung in Deutschland 1914 bis 1923, Berlin 1925. In Gold umgerechnet hat das Reichsamt über den Dollarkurs in Berlin.

Ein Brief im Inland
  1. 10 Pfennig
  2. 100 Millionen Mark
  3. 1 Milliarde Mark
  4. 10 Milliarden Mark
  5. wieder 10 Pfennig

Porto für einen Fernbrief bis 20 Gramm. Quellen: Statistisches Reichsamt 1925 und Bund Deutscher Philatelisten.

Gerechnet wurde in Gold.

Im Herbst 1923 wurden immer mehr Preise in Goldmark angegeben und in Papiermark bezahlt. Die Verordnung über die Errichtung der Deutschen Rentenbank vom 15. Oktober 1923 nannte den Goldwert der Goldmark.

„Goldmark … ist der Wert von 1/2790 Kilogramm Feingold.“

Verordnung über die Errichtung der Deutschen Rentenbank, § 6 Abs. 2, Reichsgesetzblatt 1923, Teil I, S. 963 f.

Gerechnet sind das rund 0,36 Gramm Feingold je Goldmark. Amtlich galt ab November 1923 ein Dollar 4,20 Goldmark, fast genau wie vor dem Krieg.

Rosafarbener Geldschein: Wertbeständiges Notgeld der Handelskammer Plauen, groß Fünf Goldpfennig, am rechten Rand eine große 5 und der Satz Sichergestellt durch Hinterlegung von ReichsgoldanleiheRückseite mit rosa Druck auf hellem Papier: in der Mitte das sächsische Wappen in einem Zierornament, in den Ecken die Zahl 5 und das Wort Goldpfennige
Wertbeständiges Notgeld der Handelskammer Plauen vom 12. November 1923 über fünf Goldpfennig, auf dem Schein als „½/42 Dollar“ angegeben. Am Rand steht: „Sichergestellt durch Hinterlegung von Reichsgoldanleihe“. Gemeinfrei, über Wikimedia Commons.

Geld, das auf Gold lautete

Ende Oktober 1923 erlaubte die Reichsregierung wertbeständiges Notgeld. Es lautete auf Mark Gold, oft mit dem Wert in Dollar, und war durch hinterlegte Goldanleihe des Reichs gedeckt. Am Ende liefen mehr als 2.800 Sorten wertbeständiger Scheine um.

Ein Dollar und seine Teile, in Gold gewogen

Die Stufen sind Teile eines Dollars zu 4,20 Mark Gold. Ein Notgeldschein durfte in der Regel höchstens auf 4,20 Mark Gold lauten, also auf einen Dollar. Feingold gerechnet mit 1/2790 Kilogramm je Goldmark.

Goldbarren zu 1/200 Unze von Heimerle + Meule: oben 1/200 oz, FINE GOLD 999.9, in der Mitte ein Zeichen mit der Jahreszahl 1845, darunter melter assayer und HEIMERLE + MEULE1/200 Unze Goldbarren1/200 Unze GoldbarrenHeimerle + MeuleEdition KettnerFeingold 999,9/1.000

Rechnerisch entsprach ein Schein über 0,42 Mark Gold rund 0,15 Gramm Feingold. Ein Barren zu 1/200 Unze enthält mit rund 0,16 Gramm nur wenig mehr.

Eine Billion zu eins.

Ab dem 15. November 1923 gab die Deutsche Rentenbank ein neues Geld aus, die Rentenmark. Ab dem 20. November entsprach eine Rentenmark einer Billion Papiermark.

Die Rentenmark war in 100 Rentenpfennig eingeteilt. Gedeckt war sie durch Rentenbriefe, die auf Goldmark lauteten, gesichert auf Grund und Boden.

Ein Dollar galt 4,20 Rentenmark. An der Berliner Börse kostete er ab dem 20. November 4,2 Billionen Mark.

Brauner Geldschein: Rentenbankschein, groß Eintausend Rentenmark, darunter der Text der Deutschen Rentenbank, rote Kontrollnummern und Unterschriften
Rentenbankschein über tausend Rentenmark, Berlin, 1. November 1923. Gemeinfrei, über Wikimedia Commons.

Kleiner als ein Gramm.

In den Krisenschutz Paketen XS bis XL von Heimerle + Meule liegt Gold in fünf Größen unter zwei Gramm: 0,1 Gramm, 1/100 Unze, 0,5 Gramm, 1 Gramm und 1/20 Unze.

Eine Feinunze hat 31,1034768 Gramm. Gerechnet sind 1/100 Unze also rund 0,31 Gramm und 1/200 Unze rund 0,16 Gramm.

  1. 0,1 g10 × 6 mm
  2. 1 g15 × 8,7 mm
Beide Barren im selben Maßstab, vergrößert. Die Maße des 1‑Gramm‑Barrens nennt Heimerle + Meule, die des 0,1‑Gramm‑Barrens unsere Artikeldaten.

Was in der Box liegt.

Die Kettner Krisenschutz Box enthält 12 Goldbarren und 48 Silberbarren von Heimerle + Meule. Ein Teil Gold auf vier Teile Silber. Die Box XS hält dasselbe Verhältnis mit 4 und 16 Barren.

12 × 1 g Gold48 × 1 g SilberJedes Stück wiegt ein Gramm.

Im EU‑Recht zählen Goldbarren mit mindestens 99,5 Prozent Goldgehalt und Goldmünzen mit mindestens 90 Prozent Goldgehalt zu den Barmitteln, als „hochliquide Wertaufbewahrungsmittel“. Verordnung (EU) 2018/1672, Artikel 2 und Anhang I

Zu den Goldbarren
Quellen: Statistisches Reichsamt, Zahlen zur Geldentwertung in Deutschland 1914 bis 1923 (Berlin 1925), Verordnung über die Errichtung der Deutschen Rentenbank vom 15. Oktober 1923 (Reichsgesetzblatt 1923 I, S. 963), Verordnung zur Änderung des Gesetzes über die Ausgabe und Einlösung von Notgeld vom 26. Oktober 1923 (Reichsgesetzblatt 1923 I, S. 1065), Verordnung über die Verpflichtung zur Annahme von Reichsmark bei Inlandsgeschäften vom 7. November 1923 (Reichsgesetzblatt 1923 I, S. 1081), Deutsche Bundesbank (Kaufkraftvergleiche historischer Geldbeträge), Hans‑Georg Glasemann (Geldscheine‑Online, 2024), Deutsches Historisches Museum (LeMO), Deutscher Bundestag (Hyperinflation in Deutschland 1923), Bund Deutscher Philatelisten (Johannes Hoffner, 2020), NIST Handbook 44 (2026), Heimerle + Meule, Verordnung (EU) 2018/1672 (EUR‑Lex). Bilder: Reichsbanknote über zwei Billionen Mark (1923), Notgeld der Handelskammer Plauen (1923), Rentenbankschein über tausend Rentenmark (1923), alle gemeinfrei, über Wikimedia Commons.

Wenn Währungen wanken und das Vertrauen in Papiergeld schwindet, suchen Menschen seit jeher nach einem Wert, der bleibt. Gold und Silber haben genau das über Jahrtausende geleistet – als greifbarer Sachwert, der keine Bank, kein Netz und keinen funktionierenden Zahlungsverkehr braucht. Krisenschutzpakete bündeln diese Idee in fertig zusammengestellten Mischungen aus bekannten Anlagemünzen und Barren. In den folgenden Abschnitten geht es darum, warum Edelmetalle zur Krisenvorsorge gehören, welche Stückelungen sinnvoll sind und worauf bei Echtheit, Steuer und Lagerung zu achten ist.

Warum Edelmetalle zum Krisenschutz gehören

Der Gedanke hinter jedem Krisenschutz ist einfach: Gold und Silber besitzen einen inneren Wert, der nicht vom Versprechen eines Schuldners oder der Stabilität einer Währung abhängt. Während Guthaben auf dem Konto in einer Krise an Kaufkraft verlieren oder zeitweise nicht verfügbar sein können, bleibt physisches Edelmetall ein Sachwert zum Anfassen. In Phasen hoher Inflation, bei Währungsreformen und in geopolitischen Krisen haben sich Edelmetalle historisch als wertstabil erwiesen.

Die Geschichte spricht eine deutliche Sprache: In der Hyperinflation der Weimarer Republik von 1923 konnte, wer eine Goldmünze besaß, noch Lebensmittel kaufen – wer nur Scheine hatte, fuhr mit der Schubkarre zum Bäcker. Ähnliche Bilder zeigten sich später in Argentinien, Simbabwe und Venezuela. Anleger nutzen Edelmetalle deshalb nicht in erster Linie als Renditeobjekt, sondern als Versicherung für das eigene Vermögen. Der Krisenschutz-Gedanke ergänzt damit eine breitere Strategie zum Inflationsschutz; wer den Einstieg sucht, findet in den Anlagemünzen eine solide Grundlage.

Was einen guten Krisenschutz ausmacht

  • Physischer Besitz – das Metall liegt im eigenen Zugriff, nicht als Papierforderung.
  • Teilbarkeit – kleine Stückelungen lassen sich bei Bedarf einzeln verwerten.
  • Weltweite Anerkennung – bekannte Anlagemünzen sind international handelbar.
  • Fälschungssicherheit – etablierte Prägungen mit klaren Echtheitsmerkmalen.
  • Diskrete Lagerung – kompakte, wertdichte Formate lassen sich sicher verwahren.

Gold als Fundament der Krisenvorsorge

Gold ist das Kernmetall jeder Krisenvorsorge. Es ist weltweit anerkannt, extrem wertdicht und in Deutschland beim Kauf von Anlagegold umsatzsteuerbefreit. Für den Krisenschutz haben sich vor allem kleine Stückelungen bewährt, weil sie sich einzeln veräußern lassen und geringere Beträge binden als große Barren oder ganze Unzen. Nicht ohne Grund gilt Gold seit Generationen als der letzte sichere Hafen, wenn andere Werte ins Wanken geraten.

Besonders beliebt sind Zehntelunzen-Goldmünzen bekannter Prägestätten. Der südafrikanische Krügerrand, die Britannia der britischen Royal Mint, der American Eagle sowie das schweizerische Vreneli zählen zu den meistgehandelten Anlagegoldmünzen der Welt. Wer eine breite Auswahl an Goldmünzen vergleicht, findet für nahezu jedes Budget das passende Format.

Kleine Anlagegoldmünzen mit Prägerelief, Gramm-Goldbarren und Silbermünzen in Schutzkapseln auf dunklem Schiefer
Kleine Stückelungen verteilen das Vermögen auf viele einzeln verwertbare Einheiten – die Grundidee jedes Krisenschutzpakets.

Kleine Goldmünzen als flexible Krisenreserve

Eine 1/10-Unzen-Goldmünze enthält rund 3,11 Gramm Feingold und ist damit auch bei hohen Goldpreisen für viele erschwinglich. Der Vorteil liegt auf der Hand: Statt einer einzigen großen Münze verteilt sich das Vermögen auf viele kleine Einheiten. In einer Notlage muss so nicht der komplette Gegenwert einer Unze auf einmal veräußert werden – eine ganze Münze wird im Tauschgeschäft immer beliebter sein als eine gestückelte. Wer noch kleinere Einheiten sucht, findet mit einem 1-Gramm-Goldbarren oder einem 5-Gramm-Goldbarren zusätzliche Feinabstufungen.

Silber als Ergänzung – teilbar und alltagstauglich

Silber gilt als das Krisenmetall für den kleineren Geldbeutel. Der niedrigere Preis pro Unze macht Silbermünzen zur idealen Ergänzung, wenn es um kleinteilige Werte für den Alltag geht. In einem Krisenszenario, in dem Bargeld an Wert verliert, liegen kleine Silbereinheiten näher an gängigen Alltagsbeträgen als hochwertige Goldmünzen – zehn 1-oz-Silbermünzen passen bequem in eine Jackentasche.

Klassiker unter den Anlagesilbermünzen sind der Maple Leaf aus Kanada, der Wiener Philharmoniker und die Silber-Britannia. Wer größere Mengen aufbauen möchte, greift zu Silberbarren oder platzsparenden Münzstangen. Eine breite Übersicht bieten die Silbermünzen insgesamt.

Hinweis zur Besteuerung von Silber

Anders als Anlagegold unterliegt Silber in Deutschland der Umsatzsteuer. Für Silbermünzen aus dem Nicht-EU-Raum kommt häufig die Differenzbesteuerung zum Einsatz, wodurch nur die Handelsspanne besteuert wird. Anlagegold ist demgegenüber gemäß § 25c UStG umsatzsteuerbefreit.

Diese Angaben dienen der allgemeinen Information und stellen keine Steuerberatung dar. Für die persönliche steuerliche Situation empfiehlt sich stets die Rücksprache mit einem Steuerberater.

Stückelung und Zusammenstellung eines Krisenschutzpakets

Der Kern eines durchdachten Krisenschutzes ist die richtige Mischung aus großen und kleinen Einheiten. Große Stückelungen sind pro Gramm günstiger, kleine dafür flexibler. Eine ausgewogene Kombination verbindet beide Vorteile. Die Unze bildet dabei das weltweit anerkannte Maß: Der Krügerrand und andere Anlagemünzen sind mit einem Feingewicht von 31,10 Gramm ausgestattet und entsprechen damit dem internationalen Investment-Standard.

Typische Bausteine im Überblick

  • Kleine Goldmünzen (1/10 oz) – flexibel teilbar, weltweit handelbar, umsatzsteuerfrei.
  • Größere Goldeinheiten (1/2 oz, 1 oz, Barren) – günstigerer Aufschlag pro Gramm für den Vermögenskern.
  • Silbermünzen und -barren – alltagsnahe Kleinbeträge und mengenmäßiger Ausgleich.
  • Fertige Pakete – vorkonfektionierte Zusammenstellungen für den schnellen Einstieg.

Wer nicht selbst zusammenstellen möchte, findet mit den Investorenpaketen und einem Gold-Silber-Mix fertig kuratierte Mischungen. Für den Mix spricht, dass er beide Metalle in einem Paket vereint und so Wertdichte und Teilbarkeit ausbalanciert. Viele dieser Sets kommen inklusive eines edlen Samtbeutels, sodass sich das Paket angemessen lagern oder auch verschenken lässt.

Echtheit und Qualität sicher erkennen

Ein Krisenschutz ist nur so gut wie die Echtheit der enthaltenen Metalle. Etablierte Anlagemünzen verfügen über klar definierte Maße, Gewichte und Feingehalte, die eine Prüfung erleichtern. Bekannte Prägungen wie Krügerrand, Britannia oder Maple Leaf sind zudem weltweit so verbreitet, dass Fälschungen im Fachhandel schnell auffallen.

Wichtige Prüfmerkmale sind unter anderem:

  1. Gewicht und Durchmesser – exakt genormte Werte pro Prägung.
  2. Feingehalt – Anlagegoldmünzen bestehen aus 999,9er oder 916,7er Gold.
  3. Prägequalität – scharfe Konturen, saubere Reliefs, korrektes Motiv.
  4. Sicherheitsmerkmale – moderne Münzen tragen teils Mikrogravuren oder Feldstrukturen.

Kettner Edelmetalle setzt auf eine ISO-konforme Echtheitsprüfung und ein vollautomatisiertes Hochsicherheits-Logistikzentrum, sodass jedes Produkt geprüft das Haus verlässt. Für die sichere Aufbewahrung geprüfter Münzen empfiehlt sich passendes Zubehör wie Münzkapseln, die vor Kratzern und Umwelteinflüssen schützen.

Steuerliche Behandlung und Aufbewahrung

Die steuerliche Behandlung unterscheidet sich je nach Metall deutlich. Anlagegold ist beim Kauf umsatzsteuerfrei, Silber, Platin und Palladium hingegen nicht. Besonders relevant ist die Spekulationsfrist: Ein Gewinn aus dem Verkauf physischer Edelmetalle ist nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr steuerfrei. Damit eignet sich physisches Gold auch als langfristiger Baustein zur Altersvorsorge – wer den Krisenschutz über Jahre aufbaut, profitiert von dieser Regelung besonders.

Bei der Aufbewahrung stehen zwei Wege offen: die Heimlagerung im eigenen Zugriff und das Bankschließfach. Für den Krisenschutz sprechen viele Argumente für die Heimlagerung, denn nur so ist das Metall jederzeit verfügbar – gerade in einer Krise, in der Bankzugänge eingeschränkt sein könnten. Ein zertifizierter Tresor sowie schützendes Zubehör wie Münzkassetten und Dosensafes helfen dabei. Wer Silber in größeren Mengen hält, sollte den Platzbedarf einkalkulieren, da Silber deutlich voluminöser ist als der wertgleiche Gold-Gegenwert.

Ein Krisenschutz entfaltet seinen Zweck nur dann, wenn das Edelmetall im entscheidenden Moment auch tatsächlich griffbereit ist.

Weitere Edelmetalle zur Diversifikation

Neben Gold und Silber ergänzen Platin und Palladium ein breit aufgestelltes Edelmetalldepot. Beide Metalle sind seltener als Gold und werden stark industriell nachgefragt, was ihre Preisbildung von der reinen Anlagelogik unterscheidet. Als Beimischung erhöhen sie die Streuung, sollten im Krisenschutz aber eher eine ergänzende Rolle spielen, da sie weniger als klassisches Zahlungsmittel etabliert sind. Auch Kupfer wird gelegentlich als günstiger Sachwert genannt, eignet sich wegen des niedrigen Werts pro Gewicht jedoch kaum als kompakte Krisenreserve. Wer strategisch vorgeht, kombiniert einen soliden Goldkern mit Silber als teilbarer Ergänzung und nutzt Platin oder Palladium nur zur gezielten Streuung.

Häufig gestellte Fragen zum Krisenschutz

Welche Edelmetalle eignen sich am besten als Krisenschutz? +

Physisches Gold bildet in der Regel den Kern, weil es weltweit anerkannt, wertdicht und beim Kauf umsatzsteuerfrei ist. Silber ergänzt als teilbares, alltagsnahes Metall. Kleine Stückelungen wie 1/10-Unzen-Goldmünzen gelten als besonders flexibel, weil sie sich bei Bedarf einzeln verwerten lassen.

Warum sind kleine Stückelungen für den Krisenschutz sinnvoll? +

Kleine Einheiten wie 1/10-Unzen-Münzen oder Gramm-Barren erlauben es, das Vermögen auf viele Teile zu verteilen. In einer Notlage muss so nicht der Gegenwert einer ganzen Unze auf einmal veräußert werden. Der Nachteil ist ein etwas höherer Aufschlag pro Gramm im Vergleich zu großen Einheiten.

Ist der Kauf von Edelmetallen für den Krisenschutz steuerpflichtig? +

Anlagegold ist beim Kauf gemäß § 25c UStG umsatzsteuerbefreit. Silber, Platin und Palladium unterliegen der Umsatzsteuer, häufig in Form der Differenzbesteuerung. Gewinne aus dem Verkauf physischer Edelmetalle sind nach mehr als einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Diese Angaben ersetzen keine individuelle Steuerberatung.

Wie werden Edelmetalle im Rahmen des Krisenschutzes am besten gelagert? +

Für den Krisenschutz ist die Heimlagerung in einem zertifizierten Tresor oft vorteilhaft, weil das Metall dann jederzeit verfügbar ist. Münzkapseln, Münzkassetten und Dosensafes schützen zusätzlich vor Beschädigung. Beim Bankschließfach ist zu bedenken, dass der Zugang in einer Krise eingeschränkt sein könnte.

Lohnt sich ein fertiges Krisenschutzpaket oder die eigene Zusammenstellung? +

Fertige Pakete bieten eine ausgewogene, vorkonfektionierte Mischung aus Gold und Silber und erleichtern den Einstieg. Wer bereits Erfahrung hat, kann individuell aus Goldmünzen, Silbermünzen und Barren eine auf das eigene Budget abgestimmte Kombination zusammenstellen. Beide Wege lassen sich auch kombinieren.

Welche Rolle spielen Platin und Palladium beim Krisenschutz? +

Platin und Palladium sind seltener als Gold und werden stark industriell nachgefragt. Als Beimischung erhöhen sie die Streuung eines Edelmetalldepots. Für den reinen Krisenschutz spielen sie eine ergänzende Rolle, da sie weniger als klassisches Wertaufbewahrungs- und Tauschmittel etabliert sind als Gold und Silber.

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