Altdeutsche Münzen
Geld aus der Zeit vor der Mark.
Echte altdeutsche Silbermünzen aus vier Jahrhunderten.


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Silber 1 Kreuzer Freie Reichsstadt Regensburg (1623-1753 | Zahlgeld der Domstadt)
Silber 1/3 Taler König Friedrich II. der Große (1764-1786 | Zahlgeld des "Alten Fritz")
2 Kreuzer Silber Kurfürstentum Bayern (1623-1636 | Zahlgeld im Dreißigjährigen Krieg)
Silber 18 Gröscher König Friedrich II. der Große (1751-1765 | mit Krone)
Silber Münzsatz Siegestaler 1871 (Komplettsatz zur Reichsgründung)
4 Gold Dukaten Neuprägung
1 Gold Dukaten Neuprägung
1/2 Batzen Silber Reichsstadt Kempten (1511-1533 | Zeit der Bauernkriege und Reformation)
4 Florin Goldgulden
8 Florin Goldgulden
Silber 1/6 Taler König Friedrich Wilhelm III. (1816-1818 | Preußen im Biedermeier)
1/6 Taler Silber Herzogtum Anhalt-Bernburg (1856-1862 | Teil des Landeswappen Sachsen-Anhalt)
1 Schilling Freie und Hansestadt Hamburg (1725-1868 | mit Stadtwappen)
6 Kreuzer Königreich Württemberg (1806-1814 | im Rheinbund an der Seite von Napoleon)
Goldgulden Petrus und Kölner Stadtwappen (1371-1463 | Heiliges Römisches Reich)
Regensburg
Die Schlüssel des heiligen Petrus.
Das Wappen der Reichsstadt Regensburg zeigt zwei gekreuzte Schlüssel. Sie sind das Zeichen des heiligen Petrus, des Patrons des Doms, und stehen seit 1366 auf den Münzen der Stadt.


Von 1663 bis 1806 tagte in Regensburg der Immerwährende Reichstag, die ständige Versammlung der Gesandten der Reichsstände. Er kam im Alten Rathaus zusammen, nicht weit von der Steinernen Brücke.
Der Kreuzer hat seinen Namen vom Kreuz: Er war zuerst eine Münze mit einem Kreuz im Gepräge, geprägt im 13. Jahrhundert in Tirol. Später ergaben 60 Kreuzer einen Gulden.
Stand 1871
Sieben Münzsysteme, 119 Sorten.
So viele gab es 1871 noch in den 25 Bundesstaaten des neuen Kaiserreichs, von Dukaten, Talern und Gulden bis zu Groten, Hellern und Stübern. Die altdeutschen Silbermünzen hier kommen aus drei großen Räumen.
Quelle: Deutscher Bundestag, Kalenderblatt zum 24. November 1871Im Norden: der Taler
In Preußen hatte ein Taler 24 Groschen, ab 1821 30 Silbergroschen.
Im Süden: der Gulden
Ein Gulden hatte 60 Kreuzer. Ein Batzen galt 4 Kreuzer, ein Halbbatzen 2.
In Hamburg: die Mark
Eine Mark hatte 16 Schilling, ein Schilling 12 Pfennig. Der Sechsling war ein halber Schilling.
1511 bis 1814
Vier Münzen, vier Geschichten.

16. Jahrhundert
1/2 Batzen, Reichsstadt Kempten, geprägt 1511 bis 1533
Ein Kemptener Halbbatzen von 1511 im Landesmuseum Württemberg lag in einem Schatz, der vermutlich 1525 versteckt und erst 1929 gefunden wurde. Im Jahr 1525 trat der Fürstabt, bedrängt von aufständischen Bauern, der Stadt für 30.000 Gulden alle Rechte ab, die das Kloster im Stadtgebiet noch hatte.

17. Jahrhundert
2 Kreuzer, Kurfürstentum Bayern, geprägt 1623 bis 1636
Kurz davor lag die Kipper- und Wipperzeit, laut Bundesbank die größte Inflation in der Geschichte des Heiligen Römischen Reichs. Mit einer Waage, der Wippe, sortierte man die guten Münzen aus. 1623 und 1624 begann man, zur alten Reichsmünzordnung zurückzukehren.

18. Jahrhundert
1/3 Taler, Friedrich II., geprägt 1764 bis 1786
Im Siebenjährigen Krieg ließ Friedrich II. in Sachsen und Preußen mit rückdatierten sächsischen Stempeln Millionen minderwertiger Münzen prägen. Nach 1763 wurde dieses Kriegsgeld eingezogen und um bis zu 60 Prozent abgewertet. Ab 1764 wurde wieder nach Graumanns Münzfuß geprägt, 14 Taler aus einer Mark Silber.

19. Jahrhundert
6 Kreuzer, Königreich Württemberg, geprägt 1806 bis 1814
Am 1. Januar 1806 wurde Friedrich König von Württemberg. Im Juli musste er laut Neuer Deutscher Biographie „trotz entschiedenem Widerstreben“ dem Rheinbund Napoleons beitreten. Auf seine 6‑Kreuzer‑Stücke ließ er KONIGL. WURT. SCHEIDE MUNZ prägen: königlich württembergische Scheidemünze.
9. Juli 1873
Dann rechnete das Reich alles um.
Das Münzgesetz legte fest, was das alte Geld in der neuen Mark wert war:
- 1 Taler
- 3 Mark
- 1 Gulden süddeutscher Währung
- 1 5/7 Mark
- 1 Mark Hamburger Kurant
- 1 1/5 Mark
Wie aus Taler und Gulden die Mark wurde, erzählt die Seite zu den Goldmünzen des Kaiserreichs.
In Gold führen wir hier auch amtliche Nachprägungen der Münze Österreich: 1 und 4 Dukaten mit der Jahreszahl 1915 sowie 4 und 8 Florin mit 1892.










































