280.000
Kunden
Sicherer
Versand

Altdeutsche Münzen

Geld aus der Zeit vor der Mark.

Echte altdeutsche Silbermünzen aus vier Jahrhunderten.

1 Kreuzer der Reichsstadt Regensburg: gekrönter Doppeladler, auf der Brust ein Schild mit der Wertzahl 11 Kreuzer der Reichsstadt Regensburg: zwei gekreuzte Schlüssel in einer verzierten Kartusche, darüber die Jahreszahl, darunter die Buchstaben IMF

Regensburg

Die Schlüssel des heiligen Petrus.

Das Wappen der Reichsstadt Regensburg zeigt zwei gekreuzte Schlüssel. Sie sind das Zeichen des heiligen Petrus, des Patrons des Doms, und stehen seit 1366 auf den Münzen der Stadt.

Photochrom von Regensburg, um 1890 bis 1900: die Steinerne Brücke, dahinter der Dom mit seinen zwei Türmen, rechts der Brückturm
1 Kreuzer der Reichsstadt Regensburg: zwei gekreuzte Schlüssel in einer verzierten Kartusche
Die Wappenseite: oben die Jahreszahl, in der Mitte die Schlüssel, unten die Buchstaben IMF. Diesen Kreuzer ansehen

Von 1663 bis 1806 tagte in Regensburg der Immerwährende Reichstag, die ständige Versammlung der Gesandten der Reichsstände. Er kam im Alten Rathaus zusammen, nicht weit von der Steinernen Brücke.

Der Kreuzer hat seinen Namen vom Kreuz: Er war zuerst eine Münze mit einem Kreuz im Gepräge, geprägt im 13. Jahrhundert in Tirol. Später ergaben 60 Kreuzer einen Gulden.

Stand 1871

Sieben Münzsysteme, 119 Sorten.

So viele gab es 1871 noch in den 25 Bundesstaaten des neuen Kaiserreichs, von Dukaten, Talern und Gulden bis zu Groten, Hellern und Stübern. Die altdeutschen Silbermünzen hier kommen aus drei großen Räumen.

Quelle: Deutscher Bundestag, Kalenderblatt zum 24. November 1871

Im Süden: der Gulden

Ein Gulden hatte 60 Kreuzer. Ein Batzen galt 4 Kreuzer, ein Halbbatzen 2.

In Hamburg: die Mark

Eine Mark hatte 16 Schilling, ein Schilling 12 Pfennig. Der Sechsling war ein halber Schilling.

1511 bis 1814

Vier Münzen, vier Geschichten.

1/2 Batzen der Reichsstadt Kempten: dreigeteilter Wappenschild Österreich, Burgund und Tirol, Umschrift mit CAMPIDONENSIS

16. Jahrhundert

1/2 Batzen, Reichsstadt Kempten, geprägt 1511 bis 1533

Ein Kemptener Halbbatzen von 1511 im Landesmuseum Württemberg lag in einem Schatz, der vermutlich 1525 versteckt und erst 1929 gefunden wurde. Im Jahr 1525 trat der Fürstabt, bedrängt von aufständischen Bauern, der Stadt für 30.000 Gulden alle Rechte ab, die das Kloster im Stadtgebiet noch hatte.

2 Kreuzer aus Bayern: Schild mit den bayerischen Rauten, ringsum eine Umschrift aus einzelnen Buchstaben

17. Jahrhundert

2 Kreuzer, Kurfürstentum Bayern, geprägt 1623 bis 1636

Kurz davor lag die Kipper- und Wipperzeit, laut Bundesbank die größte Inflation in der Geschichte des Heiligen Römischen Reichs. Mit einer Waage, der Wippe, sortierte man die guten Münzen aus. 1623 und 1624 begann man, zur alten Reichsmünzordnung zurückzukehren.

1/3 Taler Friedrichs II.: Kopf des Königs mit Lorbeerkranz, Umschrift FRIDERICUS BORUSSORUM REX

18. Jahrhundert

1/3 Taler, Friedrich II., geprägt 1764 bis 1786

Im Siebenjährigen Krieg ließ Friedrich II. in Sachsen und Preußen mit rückdatierten sächsischen Stempeln Millionen minderwertiger Münzen prägen. Nach 1763 wurde dieses Kriegsgeld eingezogen und um bis zu 60 Prozent abgewertet. Ab 1764 wurde wieder nach Graumanns Münzfuß geprägt, 14 Taler aus einer Mark Silber.

6 Kreuzer aus Württemberg: Monogramm des Königs Friedrich, darunter VI KREUZER, Umschrift KONIGL. WURT. SCHEIDE MUNZ

19. Jahrhundert

6 Kreuzer, Königreich Württemberg, geprägt 1806 bis 1814

Am 1. Januar 1806 wurde Friedrich König von Württemberg. Im Juli musste er laut Neuer Deutscher Biographie „trotz entschiedenem Widerstreben“ dem Rheinbund Napoleons beitreten. Auf seine 6‑Kreuzer‑Stücke ließ er KONIGL. WURT. SCHEIDE MUNZ prägen: königlich württembergische Scheidemünze.

9. Juli 1873

Dann rechnete das Reich alles um.

Das Münzgesetz legte fest, was das alte Geld in der neuen Mark wert war:

1 Taler
3 Mark
1 Gulden süddeutscher Währung
1 5/7 Mark
1 Mark Hamburger Kurant
1 1/5 Mark
Münzgesetz vom 9. Juli 1873, Artikel 14, § 2

Wie aus Taler und Gulden die Mark wurde, erzählt die Seite zu den Goldmünzen des Kaiserreichs.

In Gold führen wir hier auch amtliche Nachprägungen der Münze Österreich: 1 und 4 Dukaten mit der Jahreszahl 1915 sowie 4 und 8 Florin mit 1892.

4 Dukaten, amtliche Nachprägung mit der Jahreszahl 1915: Brustbild Kaiser Franz Josephs I. mit Lorbeerkranz, Umschrift FRANC IOS I D G AVSTRIAE IMPERATOR
Die 4 Dukaten ansehen
Quellen: Deutscher Bundestag (Kalenderblatt zum 24. November 1871), Deutsche Bundesbank (Zur Einführung der Mark im Dezember 1871; Die Kipper- und Wipperzeit von 1618 bis 1623), Münzgesetz vom 9. Juli 1873, Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, Münzkabinett Winterthur, Landesmuseum Württemberg, Historisches Lexikon Bayerns, Haus der Bayerischen Geschichte, Neue Deutsche Biographie, Münze Österreich, DWDS. Bild: Photochrom „Regensburg, Steinerne Brücke“, Photoglob Zürich und Detroit Publishing, um 1890 bis 1900, Library of Congress (ohne bekannte Rechtebeschränkung), Ausschnitt, Farben leicht wärmer.
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“