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12.12.2025
05:59 Uhr

Görlitzer Friedensbeschluss: Wenn Pazifismus zur Farce wird

Der sĂ€chsische Landkreis Görlitz hat sich zum "Landkreis des Friedens" erklĂ€rt. Was nach einer noblen Geste klingt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als gefĂ€hrliche RealitĂ€tsverweigerung. Mit den Stimmen von BSW, AfD und Linken wurde ein Verbot jeglicher Bundeswehr-Werbung in öffentlichen Einrichtungen beschlossen. Selbst AfD-Chef Tino Chrupalla stimmte in seiner Funktion als Kreistagsmitglied diesem fragwĂŒrdigen Antrag zu.

Friedensromantik trifft auf harte RealitÀt

Der Beschluss untersagt nicht nur Werbung fĂŒr den MilitĂ€rdienst, sondern auch fĂŒr RĂŒstungsprodukte in allen GebĂ€uden, auf Fahrzeugen und bei Veranstaltungen des Landkreises. Die BegrĂŒndung liest sich wie aus einem pazifistischen MĂ€rchenbuch: Bundeswehr-Werbung stehe "im Widerspruch zu den Prinzipien einer auf Frieden und VerstĂ€ndigung ausgerichteten Politik". Als ob man Frieden herbeireden könnte, wĂ€hrend an Europas Ostgrenze die Waffen sprechen.

Chrupalla rechtfertigt seine Zustimmung mit der bemerkenswerten Aussage, man solle "jedem Friedensantrag zustimmen". Diese naive Haltung ignoriert völlig, dass Frieden nicht durch Wegschauen und Wunschdenken entsteht, sondern durch StĂ€rke und Verteidigungsbereitschaft gesichert wird. Seine Kritik, die Bundeswehr solle lieber in die Landesverteidigung investieren statt in Plakate, klingt zunĂ€chst vernĂŒnftig – doch ohne Nachwuchs keine Verteidigung.

Die unheilige Allianz der RealitÀtsverweigerer

Besonders pikant ist die Koalition, die diesen Beschluss ermöglichte. BSW, AfD und Linke – vereint in ihrer Ablehnung einer wehrhaften Demokratie. WĂ€hrend in der Ukraine Menschen fĂŒr ihre Freiheit sterben, beschließt man in Görlitz, die eigene VerteidigungsfĂ€higkeit zu untergraben. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Hajo Exner spricht von "Deeskalation, Diplomatie und Frieden" – als ob Putin sich von schönen Worten beeindrucken ließe.

"In Kriegszeiten nicht auch noch Werbung fĂŒr die RĂŒstungslobby öffentlich zu fördern" – so begrĂŒndet Chrupalla den Beschluss. Als ob die Bundeswehr eine profitgierige Lobby wĂ€re und nicht der Garant unserer Sicherheit.

Die historische Ironie ist kaum zu ĂŒbersehen: Ausgerechnet in Sachsen, wo man die Folgen von Wehrlosigkeit und Fremdbestimmung noch in Erinnerung haben sollte, wird nun die eigene VerteidigungsfĂ€higkeit sabotiert. Hat man aus 40 Jahren DDR nichts gelernt? Freiheit und Frieden mĂŒssen verteidigt werden – notfalls mit Waffen.

Rechtliche RealitÀt gegen ideologische TrÀumerei

Immerhin zeigt der CDU-Landrat Stephan Meyer RĂŒckgrat und kĂŒndigt Widerspruch gegen die Abstimmung an. Zu Recht weist er darauf hin, dass der Beschluss rechtswidrig sei, da Verteidigungsfragen in die ausschließliche ZustĂ€ndigkeit des Bundes fallen. Die Rechtsaufsicht wird nun ĂŒber das weitere Vorgehen entscheiden – hoffentlich mit mehr RealitĂ€tssinn als der Görlitzer Kreistag.

Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass in Teilen Deutschlands offenbar die Bereitschaft schwindet, die eigene Freiheit zu verteidigen. WĂ€hrend unsere östlichen Nachbarn schmerzlich erfahren, was es bedeutet, wehrlos zu sein, ergehen sich deutsche Kommunalpolitiker in Friedensromantik. Man möchte ihnen zurufen: Frieden ist kein Naturzustand, sondern muss jeden Tag aufs Neue verteidigt werden – und dafĂŒr braucht es eine starke, gut ausgerĂŒstete und personell ausreichend besetzte Bundeswehr.

Die wahre Friedenssicherung besteht nicht darin, die Augen vor der RealitĂ€t zu verschließen, sondern sich ihr zu stellen – mit allen notwendigen Mitteln.

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