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02.09.2026
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Energie-Schock: Europa fehlt die Kraft von 80 Kernkraftwerken!

Energie-Schock: Europa fehlt die Kraft von 80 Kernkraftwerken!
Symbolbild: KI-generiert

Eine viel diskutierte Analyse aus dem Umfeld unabhĂ€ngiger Finanzpublizisten rechnet vor, welchen Energieblock Europa mit der Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines verloren hat. Das Ergebnis ist brachial: Es geht um eine GrĂ¶ĂŸenordnung von rund 80 Kernreaktoren. Und die Rechnung wirkt bis heute nach – in jeder Stromrechnung, in jeder Werkshalle.

Die Rechnung, die keiner hören will

Nord Stream 1 und 2 waren zusammen fĂŒr etwa 110 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas pro Jahr ausgelegt. Umgerechnet entspricht das laut der zitierten Kalkulation einer WĂ€rmemenge von 1.100 bis 1.230 Terawattstunden – oder rund 600 Terawattstunden Strom.

Das ist keine Randnotiz, sondern eine Energiebasis in der Dimension eines mittelgroßen Kraftwerksparks. Der Verfasser der Analyse gibt an, die auf der Plattform X kursierende Berechnung ĂŒberprĂŒft zu haben; sie sei korrekt. FĂŒr Deutschland, das rund 40 Prozent der EU-Wirtschaftsleistung stellt, sei der Verlust ein Schlag mit jahrelanger Wirkung.

Vier Röhren, drei zerstört – und eine Frage

Bekannt ist: Von den vier LeitungsstrĂ€ngen gilt einer als intakt. Russlands PrĂ€sident Putin hat mehrfach erklĂ€rt, Lieferungen könnten wieder aufgenommen werden, sobald deutsche Abnehmer es wĂŒnschten. Politisch ist diese Option in Berlin und BrĂŒssel derzeit tabu.

Juristisch bewegt sich der Fall dagegen. Medienberichten zufolge erhob die Bundesanwaltschaft im Sommer 2026 erstmals Anklage gegen einen ukrainischen VerdĂ€chtigen; der Prozess soll in Hamburg stattfinden. Im August 2026 wurde ein zweiter mutmaßlich beteiligter Taucher in Kroatien festgenommen – er wehrt sich gegen die Auslieferung. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Von Jugoslawien lernen? Die These der Autoren

Der Analyse zufolge folgt Europas Absturz einem historischen Muster. Verwiesen wird auf das ehemalige Jugoslawien: Nach IWF-Strukturanpassungen und massiven KĂŒrzungen seien zwischen Januar 1989 und September 1990 mehr als 1.100 Industriebetriebe abgewickelt worden, die Arbeitslosigkeit sei 1990 auf 20 Prozent gestiegen, der Lebensstandard um 18 Prozent eingebrochen, die Inflation habe 1991 rund 200 Prozent erreicht.

„Wenn ein Mensch nichts mehr hat 
 klammert er sich an solche Ideen, die das Menschliche in ihm wecken. Meistens sind das nationalistische Narrative, religiöse Narrative 
“

So wird der frĂŒhere serbische Kulturminister Branislav Lecich zitiert. Ob sich daraus, wie die Autoren nahelegen, ein bewusster Plan fĂŒr heutige VerhĂ€ltnisse ableiten lĂ€sst, bleibt ihre Deutung – belastbare Belege dafĂŒr liegen unserer Redaktion nicht vor. Unstrittig ist die nĂŒchterne Lehre: Verarmung ist der NĂ€hrboden fĂŒr Radikalisierung.

Deutschlands Preis der Ideologie

Fakt bleibt: Deutschland zahlt im internationalen Vergleich Spitzenpreise fĂŒr Energie. Der Strompreis liege hierzulande etwa zwei- bis dreimal so hoch wie in den USA, erklĂ€rte ein fĂŒhrender Konjunkturforscher gegenĂŒber Medien. Die Bundesregierung reagiert mit einem subventionierten Industriestrompreis fĂŒr 2026 bis 2028 – rund fĂŒnf Cent je Kilowattstunde fĂŒr energieintensive Betriebe.

Subventionen statt gĂŒnstiger Energie: Der Staat repariert mit Steuergeld, was politische Entscheidungen zuvor teuer gemacht haben. FĂŒr viele MittelstĂ€ndler ist das ein Pflaster auf einer offenen Wunde.

Wer in solchen Phasen Vermögen sichern will, setzt traditionell auf Substanz. Physisches Gold und Silber haben in Zeiten von Energiekrisen, Inflation und geopolitischer Unsicherheit ihre Rolle als Beimischung eines breit gestreuten Portfolios oft bewiesen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die EinschÀtzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

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