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Münze Österreich AG – Münzen aus Österreich

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1 kg Silberbarren Nadir

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Ein Haus aus 48 Bürgern.

1193/94 verlegten die Babenberger ihre Münzstätte von Krems nach Wien. Ab da wurde auch in Wien ein Pfennig geprägt, in einer Urkunde erwähnt ist er zum ersten Mal 1204. Dass die Einrichtung der Wiener Hausgenossenschaft mit dem Lösegeld für Richard Löwenherz zusammenhängt, hält die Neue Deutsche Biographie für wahrscheinlich.

„Die Hausgenossen waren ein aus 48 Wiener Bürgern bestehendes Gremium, dem Münzprägung, Geldwechsel und Edelmetallhandel im Herzogtum Österreich vorbehalten war.“

Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien, Artikel „Hausgenossen“
48 Bürger, ein Gremium.

Eine Figur für jeden der 48 Hausgenossen. Die Zahl nennt das Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien.

Den Namen erklärt das Wiki so: Das Gremium galt als Teil des „Hauses“ des Landesfürsten, also seines Gefolges. Das Prägen selbst war Sache eines Handwerks, der Münzer. Den Geldwechsel besorgten angestellte Wechsler an Bänken, die im Freien standen, anfangs auf dem Hohen Markt.

Am 7. Juni 1522 hob Ferdinand I. das Gremium auf. 1524 wurde die Münzstätte ein staatliches Amt. Bis dahin war sie, so das Wiki, „eine Domäne des Wiener Großbürgertums“ gewesen.

Kolorierter Holzschnitt: dicht stehende Häuser mit roten und blauen Dächern hinter einer Stadtmauer, davor Hütten, Wiesen und Wasser
Wien, wie es die Schedelsche Weltchronik zeigt, gedruckt in Nürnberg 1493. Ausschnitt. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Sieben Adressen bis zum Heumarkt.

Die Wiener Münzstätte ist oft umgezogen. Das Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien führt für sie sieben Adressen. Sechs liegen in der Inneren Stadt, die siebte östlich des Stadtparks: Am Heumarkt 1.

Begonnen hat sie im Kammerhof an der Brandstätte, das Wiki schreibt „vermutlich“. Um 1280 zog sie in das frühere Residenzgebäude Am Hof, im späten 14. Jahrhundert in die Wollzeile. Dort blieb sie am längsten, nach der Liste des Wikis bis 1752. 1753 verlegte Maria Theresia sie in die Himmelpfortgasse, zum Winterpalais des Prinzen Eugen.

Dazu kommen zwei Nebenadressen: die Schlagstube in der Landskrongasse, in der die Münzer prägten, und von 1621 bis 1625 eine zweite Münzstätte in der Schenkenstraße.

Sieben Adressen in Wien
Innere StadtDonaukanalWienfluss12345
  1. Brandstätte 7KammerhofKammerhof1194 bis 1280
  2. Landskrongasse 8SchlagstubeSchlagstubebis vor 1423
  3. Am Hof 1‑2früheres Residenzgebäudealte Residenz1280 bis 1386
  4. Wollzeile 6‑81386 bis 1752
  5. Schenkenstraße 10zweite Münzstätte1621 bis 1625
  6. Himmelpfortgasse 6‑8Winterpalais1753 bis 1838
  7. Am Heumarkt 1HauptmünzamtHauptmünzamtseit 1838

Jahreszahlen nach der Liste des Wien Geschichte Wiki, andere Quellen nennen teils andere. Die Balken zeigen die Dauer, die Lage der Punkte ist vereinfacht.

Am Ende der Linie steht das Haus Am Heumarkt 1. Es steht unter Denkmalschutz. Oben über der Mitte der Fassade stehen vier Figuren von Joseph Klieber: Hermes, Apollo, Artemis und Aphrodite. Sie verkörpern die Münzmetalle Zink, Gold, Silber und Kupfer.

„Das prachtvolle Gebäude ist immer noch Produktionsstätte und Verwaltungsgebäude.“

Münze Österreich, Unternehmensgeschichte
Altes Foto: ein langes, klassizistisches Gebäude mit Säulenportal an einer breiten Straße, links Bäume
Das Hauptmünzamt Am Heumarkt am 7. Juni 1896, fotografiert von Friedrich Strauß. Wien Museum, CC0.

Groß im Modell, klein auf der Münze.

Am Anfang eines Prägewerkzeugs steht ein großes Modell aus Gips, gefertigt in der Graveurie des Hauses. Den nächsten Schritt beschreibt die Münze Österreich so:

„Zunächst wird das in der Graveurie gefertigte Gipsmodell mit digitaler Technologie gescannt und das Werkzeug im Anschluss mithilfe eines Fräsers originalgetreu bearbeitet.“

Münze Österreich, Ratgeber „Werkzeugbau“
Modell und Münze im selben Maßstab.

Kreise und Schnitt im selben Maßstab. Die Maße des Modells nennen die Oberösterreichischen Nachrichten (2016). 34 Millimeter messen zum Beispiel die Silber‑Niob‑Münzen des Hauses.

Wie groß so ein Modell ist, stand 2016 in den Oberösterreichischen Nachrichten: 18 Zentimeter im Durchmesser. Das Relief darf nach demselben Bericht höchstens einen Millimeter hoch sein.

Für Münzen in Polierter Platte durchläuft allein das Prägewerkzeug nach Angaben des Hauses 22 Arbeitsschritte. „Handgehoben“ nennt die Münze Österreich eine Münze, die als Erstabschlag mit neuem Werkzeug entsteht, als erstes Stück einer Serie. Sie wird sofort nach der Prägung einzeln verpackt.

Kolorierte Radierung und Aquatinta: hohe Halle mit Oberlicht, darin mehrere Spindelpressen mit langen Schwungarmen, an denen Arbeiter stehen
Spindelpressen im Prägesaal der königlichen Münze in London, 1809. Radierung von Thomas Rowlandson und Augustus Charles Pugin, Aquatinta von John Bluck. The Metropolitan Museum of Art, gemeinfrei.

Farbe ohne Farbe: der Niobkern.

Seit 2003 prägt die Münze Österreich Münzen mit einem Kern aus Niob. Das Metall ist von sich aus hellgrau. Trotzdem leuchten die Kerne, bei der Münze „Leben im All“ von 2022 zum Beispiel veilchenviolett. Gefärbt wird dabei nichts:

„Das Besondere ist, dass die Farbe nicht aufgetragen wird. … Man nennt diese Technik ‚Anodisches Oxidieren‘. Es wird also nicht lackiert.“

Münze Österreich, Wissensseite „Silber‑Niob‑Münzen“ (Archivfassung 2016)
Ein Ring aus Silber, ein Kern aus Niob.

Der Schnitt ist stark überhöht und nicht maßstäblich. Die Schicht ist durchsichtig, violett gezeichnet ist nur das zurückgeworfene Licht. Den Durchmesser des Kerns nennt die Münze Österreich nicht, er ist deshalb nur schematisch gezeichnet.

Unter Strom wächst auf dem Niob eine hauchdünne, durchsichtige Schicht aus Oxid. Licht wird an ihrer Oberseite zurückgeworfen und ein zweites Mal am Metall darunter. Die beiden Strahlen überlagern sich, und je nach Dicke der Schicht bleibt eine andere Farbe übrig. Physiker nennen das Interferenz, man kennt sie von der Seifenhaut.

Die Dicke hängt an der Spannung. Je Volt wird die Schicht um gut zwei millionstel Millimeter dicker, haben Krzysztof Fitzner und Michał Stępień 2023 in der Zeitschrift „Materials“ gemessen.

Für „Leben im All“ nennt die Münze Österreich diese Daten: ein Ring aus Silber 900/1.000 mit 9,00 Gramm Feinsilber, darin der Kern aus Niob, zusammen 16,50 Gramm, 34 Millimeter Durchmesser, Nennwert 25 Euro.

Die erste dieser Münzen erschien am 29. Januar 2003. Zwei Jahre Vorarbeit lagen davor, gemeinsam mit der Firma Plansee aus Tirol.

Was ein Nennwert zusagt.

Zu jedem Nennwert gehört eine Frage: Wer muss die Münze annehmen, und wie viele davon? Die Antwort gibt in Österreich das Scheidemünzengesetz von 1988, in § 8 Absatz 3. Gezählt wird je einzelner Zahlung.

Die Oesterreichische Nationalbank und die Münze Österreich müssen gültige Münzen ohne Begrenzung annehmen. Bund, Länder und Gemeinden müssen bis zu einhundert Stück annehmen, alle übrigen bis zu fünfzig, davon Gedenk‑ und Goldmünzen der Münze Österreich nur bis zu zehn Stück.

So viele Münzen je Zahlung
  1. Alle übrigen PersonenÜbrige Personenbis zu 50bis zu 50
  2. davon Gedenk‑ und GoldmünzenGedenk‑ und Goldmünzenbis zu 10bis 10
  3. Bund, Länder und GemeindenBund, Länder, Gemeindenbis zu 100bis zu 100
  4. Nationalbank und Münze ÖsterreichNationalbank und Münzeohne Begrenzungunbegrenzt

Ein Punkt je Münze, je einzelner Zahlung, nach § 8 Absatz 3 Scheidemünzengesetz 1988. Die Grenze von zehn Stück gilt bei allen übrigen für Gedenk‑ und Goldmünzen der Münze Österreich, dazu kommt ein Höchstbetrag je Zahlung.

Zur Grenze von zehn Stück kam mit der Novelle von 2005 ein Höchstbetrag je Zahlung. Den Grund nennt die Regierungsvorlage: Bei Münzen mit ungewöhnlich hohem Nennwert können vor allem Privatpersonen benachteiligt werden, wenn sie eine solche Münze wegen eines hohen „Wechselgeldbedarfs“ gar nicht annehmen können. Zahlungsmittel sind die Gedenk‑ und Goldmünzen der Münze Österreich zudem nur in Österreich, nicht in den übrigen Ländern der EU. Für die 2‑Euro‑Gedenkmünzen gilt das nicht, sie gelten im ganzen Euroraum.

Von 1989 bis 2001 trug der Philharmoniker einen Nennwert in Schilling.

Österreich im Kleingeld.

Dieselbe Werkstatt prägt auch das Kleingeld. Die Euro‑ und Cent‑Münzen für den Umlauf stellt die Münze Österreich im Auftrag der Nationalbank her, nach Bedarf.

Die österreichischen Seiten gestaltete Josef Kaiser, Professor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Die drei kleinsten Münzen zeigen Blumen: den Enzian auf 1 Cent, das Edelweiß auf 2 Cent, die Primel auf 5 Cent. Auf 20 Cent steht das Schloss Belvedere, auf 50 Cent die Secession.

Drei Blumen der Alpen, drei Münzgrößen.
  1. Tafel: Enzian mit zwei großen blauen Glockenblüten über einer Rosette aus Blättern1 Cent16,25 mmEnzian
  2. Tafel: Edelweiß mit weißfilzigen Blütensternen an aufrechten Stängeln2 Cent18,75 mmEdelweiß
  3. Tafel: Primel mit rosaroten Blüten an einem hohen Stängel über glatten Blättern5 Cent21,25 mmPrimel

Die Kreise zeigen nur die Größe der Münzen, im selben Maßstab, nach den Maßen der Europäischen Zentralbank. Die Tafeln aus Anton Hartingers „Atlas der Alpenflora“, Wien 1882, zeigen Pflanzen der Alpen, nicht die Münzbilder.

Den Nennwert trägt, so die Münze Österreich, nicht nur die gemeinsame, sondern auch die nationale Seite.

„Alle in der Zeit von 1998 bis 2002 geprägten Euro‑Stücke tragen die Jahreszahl 2002.“

Münze Österreich, „Der Euro“
Quellen: Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien (Artikel „Hausgenossen“, „Wiener Pfennig“, „Münzstätte“, „Hauptmünzamt“, „Landskrongasse“); Walter Koch, Artikel „Leopold V.“, Neue Deutsche Biographie 14 (1985); Bundesdenkmalamt, Denkmalliste Wien, Stand 23. Juni 2026; Münze Österreich (Unternehmensgeschichte; Ratgeber „Werkzeugbau“ und „Prägequalitäten“; Glossar; Wissensseite „Silber‑Niob‑Münzen“, 2016; Produktseiten „Leben im All“ und „Katzenaugennebel“; „Der Euro“; Häufige Fragen); Oberösterreichische Nachrichten, „Die Münzenmacher“, 30. Januar 2016; K. Fitzner und M. Stępień, Materials 16 (2023), Artikel 798; Scheidemünzengesetz 1988, § 8, nach dem Rechtsinformationssystem des Bundes; Regierungsvorlage 663 der Beilagen, XXII. Gesetzgebungsperiode; Verordnung (EU) Nr. 651/2012, Artikel 5; Oesterreichische Nationalbank (Gesamtverzeichnis der Schillingmünzen von 1947 bis 2001; Euro‑Banknoten und ‑Münzen); Europäische Zentralbank (Nationale Seiten Österreichs; gemeinsame Merkmale der Euro‑Münzen). Bilder: Ansicht Wiens aus der Schedelschen Weltchronik, 1493 (Wikimedia Commons, gemeinfrei); Hauptmünzamt Am Heumarkt, Foto von Friedrich Strauß, 1896 (Wien Museum, CC0); „The Mint“ von Thomas Rowlandson, Augustus Charles Pugin und John Bluck, 1809 (The Metropolitan Museum of Art, gemeinfrei); Enzian, Edelweiß und Primel aus Anton Hartingers Atlas der Alpenflora, 1882 (Wikimedia Commons, gemeinfrei).

Die Münze Österreich AG zählt zu den traditionsreichsten Prägeanstalten Europas und ist die offizielle staatliche Münzprägestätte der Republik Österreich mit Sitz am Heumarkt in Wien. Aus ihren Prägepressen stammen weltweit gefragte Anlageklassiker wie der Wiener Philharmoniker ebenso wie historische Umlaufmünzen, Gedenkmünzen und zertifizierte Goldbarren. Dieser Ratgeber beleuchtet Geschichte, Prägetechnik, das Produktspektrum, Echtheits- und Qualitätsstandards, steuerliche Besonderheiten sowie die Frage, worauf es beim Kauf von Prägungen aus Wien ankommt.

Münze Österreich: Geschichte einer staatlichen Münzprägestätte

Die Wurzeln der Münzprägung in Wien reichen rund 800 Jahre zurück. Seit 1834 befindet sich die Münzstätte am Heumarkt in Wien, nachdem sie zuvor in der Nähe des Hohen Marktes beheimatet war. Als einzige Prägeanstalt der Republik Österreich verantwortet sie die Herstellung der offiziellen Umlaufmünzen und darüber hinaus ein breites Sortiment an Anlage- und Sammlermünzen.

In ihrer heutigen Rechtsform entstand die Münze Österreich 1989 durch die Umwandlung des österreichischen Hauptmünzamtes in eine Aktiengesellschaft und den anschließenden Übergang an die Oesterreichische Nationalbank. Zuvor lag das staatliche Münzrecht bis zum 31. Dezember 1988 beim Hauptmünzamt, das dem Finanzministerium unterstellt war. Über die Jahrzehnte prägten bedeutende Münzkünstler wie Edwin Grienauer, Hans Köttenstorfer und Thomas Pesendorfer das gestalterische Profil des Hauses.

Von der Schilling-Ära zum Euro

Bis zur Einführung des Euro prägte das Haus die Umlaufmünzen der Schilling-Währung. Historische Prägungen wie die österreichischen Gold Kronen oder der Dukaten sind bis heute als Neuprägungen erhältlich und dokumentieren die lange numismatische Tradition des Landes. Wer sich für die gesamte Bandbreite historischer und moderner Prägungen interessiert, findet in der Kategorie Goldmünzen einen umfassenden Überblick.

Prägetechnik und handwerkliche Qualität

Die Entwicklung der Münzprägung lässt sich an der Geschichte des Hauses ablesen. Bis ins 16. Jahrhundert wurden Münzen mit dem Prägehammer geschlagen. Es folgten Walzenprägung, Taschenwerkprägung und Spindelprägung, bevor ab 1830 die Ringprägung eingeführt wurde, die eine gleichmäßig runde Form erzeugt und bis heute Standard ist. Moderne Prägepressen schaffen inzwischen bis zu 700 Münzen pro Minute.

Historischer Prägestempel und Metallronden auf einer Werkbank als Symbolbild für die Prägetechnik der Münze Österreich
Von der Handgravur bis zur Ringprägung – die Münze Österreich verbindet historisches Handwerk mit moderner Prägetechnik (Symbolbild).

Neben der reinen Prägung übernimmt die Münze Österreich auch die Gravur der Prägestempel. Diese Kompetenz reicht historisch weit zurück: Bereits 1733 wurde in Wien eine Graveur-Akademie gegründet, und nur die besten Graveure durften Münzstempel gestalten. Diese handwerkliche Tiefe zeigt sich heute in der Detailschärfe von Anlageprodukten und aufwendigen Sammlerprägungen gleichermaßen. Wer die Ergebnisse dieser Handwerkskunst schützen möchte, findet passendes Münzkapseln-Zubehör für die sichere Aufbewahrung.

Der Wiener Philharmoniker: das Flaggschiff aus Wien

Der Wiener Philharmoniker ist die bekannteste Prägung des Hauses und zählt zu den meistgehandelten Anlagemünzen weltweit. Die Münze würdigt eines der berühmtesten Orchester der Welt und trägt zur Verbreitung österreichischer Musiktradition bei. Die Vorderseite zeigt die Orgel des Wiener Musikvereins, die Rückseite verschiedene Instrumente des Orchesters.

Goldmünze mit eingeprägtem Orgel- und Instrumentenmotiv als Symbolbild für den Wiener Philharmoniker
Das Motiv des Wiener Philharmonikers greift die Orgel des Musikvereins und Instrumente des Orchesters auf (Symbolbild).

Wiener Philharmoniker in Gold

Die Goldversion besitzt eine Feinheit von 999,9/1000 und ist damit aus reinem Feingold geprägt. Der Wiener Philharmoniker in Gold ist in mehreren Stückelungen erhältlich, die unterschiedliche Budgets und Anlagestrategien abdecken:

  • 1 Unze — der Klassiker mit dem günstigsten Aufgeld je Gramm Feingold
  • 1/2 Unze — flexibler Einstieg mit halbem Kapitaleinsatz
  • 1/4 Unze — beliebte Teilstückelung für gestaffelte Käufe
  • 1/10 Unze — kleinteilige Anlage, gut teilbar bei späterem Verkauf
  • 1/25 Unze — das kleinste Format, ideal als Einstieg oder Geschenk

Wiener Philharmoniker in Silber und Platin

Seit 2008 wird die Münze auch in Silber geprägt — in der Stückelung 1 Unze mit einer Reinheit von 999/1000. Der Wiener Philharmoniker in Silber ist eine der auflagenstärksten Silbermünzen Europas. 2016 kam zusätzlich eine Platinausgabe hinzu, ebenfalls in 1 Unze mit einer Feinheit von 999,5/1000. Der Wiener Philharmoniker in Platin rundet das Angebot für Anleger ab, die ihr Edelmetallportfolio über die klassischen Metalle hinaus diversifizieren möchten.

Ein Orchester in Metall gegossen — der Wiener Philharmoniker verbindet Kulturgeschichte mit dem zeitlosen Wert des Edelmetalls.

Weitere Prägungen und historische Klassiker

Über den Wiener Philharmoniker hinaus umfasst das Sortiment der Münze Österreich zahlreiche traditionsreiche Prägungen, die teils als Neuprägungen fortgeführt werden:

  • Dukaten — die klassische Handelsmünze, als Gold Dukaten in Einfach- und Mehrfachausführung
  • Gold Kronen — historische Nennwerte wie 10, 20 und 100 Kronen als Kronen-Prägungen
  • Maria-Theresien-Taler — eine der bekanntesten Silbermünzen der Geschichte
  • Euro-Gedenk- und Sammlermünzen — thematische Ausgaben, etwa im Bereich Euro-Gedenkmünzen
  • Wildtiere Österreich — moderne Serienausgaben im Bereich Wildtiere Österreich

Diese Vielfalt macht das Haus sowohl für Anleger als auch für Sammler interessant, die numismatisch wertvolle Ausgaben suchen. Für Silberfreunde bietet die Übersicht der Silbermünzen weitere thematische Serien.

Goldbarren der Münze Österreich und die LBMA-Zertifizierung

Neben Münzen produziert das Haus auch Barren. Diese entstehen in Kooperation mit dem Schweizer Scheideanstalt-Partner Argor-Heraeus und tragen den begehrten Good-Delivery-Status der London Bullion Market Association (LBMA). Diese international anerkannte Zertifizierung garantiert ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität — Barren mit diesem Status werden weltweit akzeptiert und gehandelt.

Das Barrensortiment umfasst mehrere Formate und Ausführungen:

  • Kinebarren mit Hologramm-Sicherheitsmerkmal in 1 g bis 50 g sowie 1 Unze
  • Klassische Goldbarren in Gewichten von 1 g über 100 g bis 1 kg
  • Geschenkbarren in 1 g, 5 g und 10 g

Eine breite Auswahl an Formaten findet sich in der Kategorie Goldbarren; besonders beliebte kleine Einheiten sind der 1 g Goldbarren und der 100 g Goldbarren. Wer Barren über einen längeren Zeitraum verwahrt, sollte auf trockene, erschütterungsfreie Lagerung achten.

Echtheit, Feingehalt und Qualitätsstandards

Anlageprodukte der Münze Österreich sind durch mehrere Merkmale abgesichert. Die hohen Feingehalte — 999,9/1000 beim Gold-Philharmoniker — sind ebenso ein Qualitätsindiz wie präzise Prägebilder mit scharfen Konturen und exakten Gewichtsangaben. Beim Kinebar-Barren sorgt zusätzlich ein Hologramm für ein optisches Sicherheitsmerkmal, das sich nur schwer nachahmen lässt.

Beim Kauf empfiehlt sich die Beachtung einiger Kriterien:

  1. Bezug über einen etablierten, geprüften Fachhändler statt anonymer Privatmärkte
  2. Kontrolle von Gewicht, Durchmesser und Feingehalt anhand der offiziellen Spezifikationen
  3. Bei Sammlerausgaben: Prüfung von Auflage, Erhaltungsgrad und Originalzertifikat
  4. Aufbewahrung in Kapseln oder Tuben zum Schutz vor Kratzern und Umwelteinflüssen

Kettner Edelmetalle setzt hierbei auf eine ISO-konforme Echtheitsprüfung und ein vollautomatisiertes Hochsicherheits-Logistikzentrum. Für die Aufbewahrung größerer Bestände eignen sich Münztubes oder Münzkassetten.

Steuerliche Behandlung von Gold, Silber und Platin

Die steuerliche Einordnung hängt maßgeblich vom Edelmetall ab. Anlagegold — etwa der Gold-Philharmoniker oder Goldbarren — ist in Deutschland grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit. Silbermünzen unterliegen dagegen der Umsatzsteuer, wobei bei importierten Anlagesilbermünzen häufig die Differenzbesteuerung zur Anwendung kommt.

Steuerlicher Hinweis

Anlagegold ist in Deutschland gemäß den Regelungen zur Umsatzsteuerbefreiung von der Mehrwertsteuer ausgenommen. Für private Veräußerungsgeschäfte gilt zudem: Nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr kann ein Gewinn aus dem Verkauf physischer Edelmetalle steuerfrei sein. Dies ist eine allgemeine Information und ersetzt keine individuelle Steuerberatung.

Wer sein Portfolio breiter aufstellen möchte, kann neben Gold auch Platinmünzen oder Silberbarren in Betracht ziehen. Die konkrete steuerliche Situation sollte stets mit einem Steuerberater geklärt werden.

Aufbewahrung und Werterhalt

Physische Edelmetalle sind wertbeständig, benötigen aber sachgerechte Lagerung. Grundsätzlich stehen Heimlagerung im Tresor, ein Bankschließfach oder eine versicherte Verwahrung zur Wahl. Für den Werterhalt von Anlage- und Sammlermünzen ist der Schutz der Prägeoberfläche entscheidend — Fingerabdrücke, Feuchtigkeit und Reibung können bei Sammlerausgaben den Erhaltungsgrad mindern.

Bewährtes Zubehör hilft, den Zustand über Jahre zu sichern: einzelne Kapseln für Sammlerstücke, Tuben für gleichförmige Anlagemünzen und abschließbare Kassetten für größere Sammlungen. Ein Blick in das Zubehör-Sortiment lohnt sich, um die passende Lösung für das eigene Bestandsvolumen zu finden. Für den Einstieg in strukturierte Ansparung eignen sich außerdem Sparplan-Produkte.

Münze Österreich im internationalen Vergleich

Die Münze Österreich reiht sich unter die weltweit führenden staatlichen und privaten Prägeanstalten ein. Vergleichbare Häuser mit international gehandelten Anlagemünzen sind unter anderem die Royal Canadian Mint mit dem Maple Leaf, die Perth Mint Australia mit den Känguru- und Koala-Serien sowie die South African Mint mit dem Krügerrand.

Ein Blick über die Herstellerlandschaft hinweg lohnt sich, um Prägequalität, Feingehalte und Motivvielfalt zu vergleichen. Eine vollständige Übersicht bietet die Kategorie Hersteller. Thematisch verwandte Anlageklassiker finden sich zudem beim Maple Leaf oder in der übergreifenden Kategorie Anlagemünzen.

Häufig gestellte Fragen zur Münze Österreich

Was ist die Münze Österreich AG? +

Die Münze Österreich AG ist die staatliche Münzprägestätte der Republik Österreich mit Sitz in Wien. Sie prägt offizielle Umlaufmünzen, Anlagemünzen wie den Wiener Philharmoniker, Gedenk- und Sammlermünzen sowie zertifizierte Goldbarren und ist als Aktiengesellschaft eine Tochter der Oesterreichischen Nationalbank.

Welche Feinheit hat der Wiener Philharmoniker in Gold? +

Der Gold-Wiener-Philharmoniker wird mit einer Feinheit von 999,9/1000 geprägt und besteht damit aus reinem Feingold. Er ist in den Stückelungen 1 Unze, 1/2 Unze, 1/4 Unze, 1/10 Unze und 1/25 Unze erhältlich.

Sind Goldmünzen der Münze Österreich umsatzsteuerfrei? +

Anlagegold ist in Deutschland grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit. Das gilt für Goldmünzen wie den Wiener Philharmoniker ebenso wie für Anlagegoldbarren. Silbermünzen unterliegen dagegen der Umsatzsteuer. Für eine verbindliche Einordnung empfiehlt sich eine individuelle Steuerberatung.

Was bedeutet die LBMA-Good-Delivery-Zertifizierung? +

Der Good-Delivery-Standard der London Bullion Market Association definiert international anerkannte Qualitäts- und Sicherheitskriterien für Edelmetallbarren. Barren mit diesem Status erfüllen strenge Anforderungen an Feingehalt und Herkunft und werden weltweit akzeptiert und gehandelt.

Worin unterscheidet sich der Wiener Philharmoniker vom Maple Leaf oder Krügerrand? +

Der Wiener Philharmoniker und der Maple Leaf werden beide aus Feingold mit 999,9/1000 geprägt, während der Krügerrand eine Kupferlegierung mit 916,7/1000 aufweist und dadurch robuster ist. Der Philharmoniker unterscheidet sich zudem durch sein Musik-Motiv und die europäische Herkunft aus Wien.

Welche historischen Münzen prägt die Münze Österreich heute noch? +

Neben modernen Anlagemünzen führt das Haus historische Klassiker als Neuprägungen fort, darunter Gold Dukaten, österreichische Gold Kronen sowie den Maria-Theresien-Taler. Diese Prägungen dokumentieren die lange numismatische Tradition Österreichs und sind bei Anlegern wie Sammlern gefragt.

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